Entrümpeln – das Vorhaben

Ich muss dringend noch eine Box für Dekomatierial kaufen. Und noch ein Regal für meine Büchersammlung. Ach und die Kinder brauchen noch mehr Stauraum. Und mein Kleiderschrank quillt über, ich brauche noch eine Kommode. Halt!!! Brauche ich denn so viele Ordnungshüter? Ja, ich hab ja so viel Zeugs. Noch einmal darüber nachdenken. Hab ich denn vielleicht zu viel und sollte anstatt zusätzlichen Stauraum zu schaffen, nicht lieber wieder einige Dinge loslassen und so Platz schaffen?

Das große Entrümpeln geht los. Und wie soll das bei uns von statten gehen? Alles, was nicht genutzt oder innerhalb eines Jahres gebraucht wird, kommt weg. Wichtig ist mir vor allem, dass ich erst mit dem Organisieren anfange, wenn ich mich allem überflüssigen Kram entledigt habe. Dann kann ich sehen, ob ich Ordnungshüter oder sogar Möbel zu viel habe. Dinge, die wir behalten jedoch aber nur selten genutzt werden, werden in Schränken verstaut. Täglich oder wöchentlich genutzte dürfen auch durchaus einen Platz auf Arbeitsflächen einnehmen. Wichtig ist mir, das alles SEINEN Platz bekommt. Ich habe langsam genug, einige Sachen immer wieder von einer in die andere Ecke zu legen.

Vor kurzem habe ich euch die 21-Tage-Reise von theminimalists vorgestellt. In unserem Fall – Familie mit zwei Kleinkindern – wäre das Einpacken sämtlicher Gegenstände und das Abdecken der Möbel einfach unmöglich. Deshalb soll zumindest die Art und Weise des Entrümpelns an unsere Familie angepasst werden. Auf der Suche nach einem fertigen Konzept, bin ich auf Stephanie von Keeperofthehome gestoßen. Sie hat einen Leitfaden „In 8 Wochen zu einem Gerümpelfreien Zuhause“ geschrieben. 40 Tage lang soll jeweils nur eine halbe Stunde im Haushalt fürs Entrümpeln benötigt werden. Nur 30 Minuten? Ja, weil jeder Raum in Module aufgeteilt wurde. Sie stellt ihren Guide sogar kostenlos auf ihrer Website zur Verfügung. Damit es bei jedem in den Alltag passt, sollen nur 5 von 7 Tagen die Woche genutzt werden. Und sie weist ausdrücklich darauf hin, dass es nur ein Leitfaden ist und nach Bedarf Tage getauscht, zusammenlegt oder übersprungen werden können.

Wenn ich mir die Liste so anschaue, muss ich sagen, dass sie wirklich an alles gedacht hat. Im nächsten Beitrag werde ich meinen eigenen Plan aufstellen, denn unsere Wohnung ist zum Glück nicht so groß. Jedoch werde ich auch nicht einen so straffen Plan durchziehen können. Denn ich möchte auch viel Zeit mit meiner Familie verbringen und mit eventuellen Krankenheiten muss bei kleinen Kindern immer gerechnet werden.

Wie entrümpelt ihr euer Heim? Ist es euch überhaupt wichtig? Oder lasst ihr den ganzen Kram erst gar nicht in euer Haus?

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7 Gedanken zu “Entrümpeln – das Vorhaben

  1. Ich habe schon vor vielen Jahren angefangen, mein Heim zu minimieren und sehr viel verschenkt und weggeworfen. Es geht aber immer nur in Phasen, dann ist mal eine Pause und dann geht es wieder weiter.

    Deine Beiträge werden ich als Anstoß für den nächsten Anlauf nehmen!

    lg
    Maria

    1. Schön, Maria, dass ich dir noch einmal einen Anstoß gebe.
      Von dir nehme ich übrigens ganz viele Ideen für das plastikfreie Leben. Das wird jedoch erstmal nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ich habe nämlich leider keinen Keller voll alter Sachen. Jedoch werde ich auch wie du auf Flohmärkten Ausschau halten. Da dies aber hängt mit Geld ausgeben zusammen. Wird ein schleichender Prozess werden.
      Jedenfalls bin ich mit deinem Blog schon durch und warte gespannt auf die vielen neuen Beiträge 🙂
      Liebsten Gruß
      Nina

      1. Hallo Nina!

        Meine Umstellung auf plastikfrei hat mich gar nichts gekostet. Nicht nur, weil ich viel im Keller gefunden habe, das war nur ein kleiner Anfang, sondern vor allem deshalb, weil ich so viel von meinem alten Zeug, vor allem die Tuppersachen und die Küchenmaschine sowie einen Dampfgarer verkauft habe.

        Mit dem Erlös habe ich alles finanziert. Derzeit habe ich noch immer einen Überschuss!

        Freut mich sehr, dass Dir mein Blog gefällt!

        lg
        Maria

  2. Ich gehe die Sache sporadisch an. So 1-3 Tage im Monat wird aktuell noch ordentlich aussortiert.

    Bei den Gegenständen bin ich meistens recht schnell entschlossen was mit ihnen passiert. Die meisten können ohne großen Verlust entsorgt werden. Andere wiederum muss ich noch ein paar Tage aufheben um sie dann zu entsorgen. Für mich wichtige Dinge, die einen sentimentalen Wert haben, hebe ich auch ganz gern in einer Kiste auf. Wenn die Kiste voll ist muss ich mich mit dem Inhalt noch einmal auseinandersetzen.

    Neuen Kram sammle ich nur bedingt an, denn mein Einkaufsverhalten hat sich geändert. Ich kaufe nur Dinge die ich wirklich brauche und benutze. Das ist mittlerweile sehr wenig.

    Gruß Ralph

  3. Das mit dem Entrümpeln ist so eine Sache…
    das beschäftigt mich auch schon seit einiger Zeit. Zu so einer Hau-Ruck-Aktion bin ich einfach nicht fähig, bei mir geht es immer in kleinerer Etappen, aber es geht immer voran, das ist das wichtigste. Neue Sachen kommen schon länger wenige dazu, mein Problem sind die Sachen die ich schon seit Jahren habe, da fällt die Trennung einfach manchmal so schwer. Für diese Sachen, die ich schon seit Jahren „mitschleppe“ hab ich eine Regel für mich gemacht, dass ich pro Tag im Kalender ein Teil weg geben will. Das ist quasi mein Jahres-Projekt.
    Aber für andere Anregungen bin ich immer offen… es muss halt noch einiges weg.

    Wegen den Geschenken: Ich mach das immer so, egal ob Weihnachten, Ostern oder Geburtstag, unsere Kinder bekommen ein Unikat von uns, etwas Besonderes. Das kann etwas genähtes oder anderweitig selbstgemachtes sein, oder ein Möbelstück oder anderes. Das kommt super an bei den Kindern. Und die Omas und Opas können glaub ich nicht anders…. sie müssen einfach schenken, schenken, schenken ; ) was hab ich da schon geredet…

    Deine Seite gefällt mir sehr gut und ich finde das ganze Thema sehr interessant. Allerdings ist der absolute Minimalismus nichts für mich und meine Familie, dafür liebe ich einfach die Kunst, das Handwerk und die schönen Dinge zu sehr… aber nichts desto trotz will ich gewaltig reduzieren, was mir mal besser, mal schlechter gelingt.
    Wir wollen unseren Kindern vor allem eine klare Sicht auf die Dinge vermitteln und ein gutes Gespür, was man wirklich braucht. Unser Sohn hat eine geistige Behinderung und hat von Haus aus kein Konsum-Interesse und weiß sehr gut, was er will und braucht. Unsere Kleine bekommt dadurch automatisch ein positives Vorbild.
    Gerade seit dem, dass die Kinder da sind, wird auch meine Sicht der Dinge klarer.
    Liebe Grüße an Dich. Angela

  4. Du schreibst: ‚ein schleichender Prozess‘. Das trifft es gut. Auch wenn ich so radikale Bücher wie das von Marie Kondo gerne gelesen habe, so ist das für mich keine Methode, sondern es geht auch bei mir in Schüben.
    Und dann – wie es Ralph schreibt: das Einkaufsverhalten ändert sich. Ich will nie wieder Unnützes kaufen, das ich nachher wieder mühsam entsorgen muss. Ich überlege bei jedem Kauf ein paar Mal, ob ich es brauche und wozu genau.
    Grüße unbekannterweise,
    Franka

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