Die 21-Tage-Reise zum Minimalismus

Minimalismus kennen lernen und dabei die Wohnung minimalistisch herrichten. Das ist der Plan von theminimalists bei ihrer 21 Tage-Reise (21-Day Journey). Einer der Blogger, Joshua, war seit 2010 auf seinem Weg zum Minimalisten. Im Blog konzentrieren sich die beiden auf Ryans leben und entrümpeln seiner Wohnung.

Der Plan sieht wie folgt aus. Nach der Entscheidung zur Veränderung und einer Liste von Zielen, die umgesetzt sollen, geht es ans eigentliche, physische Entrümpeln. Alles – wirklich alles, von Kleidung und Bücher über Hygieneartikel und Küchenutensilien – wird eingepackt. So als ob man umzieht. Große Dinge wie Möbel werden mit Laken zugedeckt, sodass sie nicht unmittelbar nutzbar sind.  Es geht darum alles außer Sicht zu bringen. An die Dinge, die uns wichtig sind und die wir brauchen, werden wir uns erinnern und sie aus den Kisten holen können. Die ganze Packing-Party, wie es die Blogger verschönt nennen, kann wirklich einen ganzen Tag dauern.  Nun werden die lebensnotwendigen Dinge wieder ausgepackt, wie Zahnbürste oder Küchenutensilien sowie ein paar Kleidungsstücke. Aber auch wirklich nur diejenigen, die man sofort benutzt. Nicht einfach, welche herausnehmen, weil man denkt, dass man sie vielleicht brauchen wird. So kommen nur die wichtigsten Besitztümer zurück. Das Gleiche gilt für die Möbel. Du möchtest sitzen und einen Tisch benutzen? Dann decke diese Dinge auf, aber nicht mehr.  Daraufhin merkt man, was Dinge sind, bei denen man nur denkt, dass man sie braucht. Alles, was in den Kisten oder zugedeckt bleibt, wird gar nicht oder zu selten genutzt.

In den weiteren Tagen behandeln die Blogger allgemeine Themen wie Angst, Glaube und das persönliche Wachsen sowie Minimalismus Freunden und Familie zu erklären. Weiterhin werden die Wege zum Loswerden der überflüssigen Sachen vorgestellt: Müll oder Recycling, spenden oder verschenken sowie verkaufen. Viele Dokumente und Bilder können digitalisiert sowie Fotos von Erinnerungsstücken aufgenommen werden. Außerdem geben die Blogger den Hinweis, dass man auch Extra-Elektronik, den Fernseher, das Auto oder sogar das zu große Haus verkaufen kann. Zum Ende gehen sie auf minimalistisches Arbeiten sowie Minimalistische Gesundheit ein.

Meine Meinung dazu: Das Ganze eignet sich gut zum Kennenlernen der Idee vom Minimalismus. Aber man wird nicht zum Minimalisten, denn es gehört insbesondere das tägliche Hinterfragen des Konsums dazu. Aber es ist ein guter Anfang. Nun habe ich mich auch gefragt, warum theminimalist gerade 21 Tage nahmen? Dies begründen die Blogger damit, dass sich eine neue Gewonheit erst nach 21 Tagen etabliert. Dem stand ich skeptisch gegenüber und forschte etwas nach. Laut einer Studie am University Collage aus dem Jahre 2009 kann es 18 aber auch bis zu 254 Tage dauern, bis sich eine Aktivität zur Gewohnheit wird. Der Durchschnitt lag bei 66 Tagen. Gleich dreifach soviel wie bei der 21-Tage-Herausforderung. Auch soll man in den 21 Tagen, immer die gleich Aktivität ausführen oder unterlassen. Dies ist beim 21-Day Journey nicht der Fall. Trotzdem ist die Vorgehensweise interessant, da es noch um einiges mehr als das Entrümpeln geht.

Wie habt ihr den Minimalismus im eigenen Leben erfahren? Ist euch die Idee vom minimalistischen Leben vielleicht sogar schon in Fleisch und Blut übergegangen, sodass ihr gar nicht mehr darüber nachdenken müsst?

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