Minimalistisches Leben als Familie?

Die Frage habe ich mir oft gestellt, nachdem ich die Beispiele von den Neominimalisten gesehen haben. Die bekannten deutschen Minimalisten von MrMinimalist und Minimalismus Leben wohnen bisher allein und haben noch keine eigene Familie gegründet. Es ist ein Unterschied, ob man allein minimalistisch lebt, mit einem Partner oder sogar mit Kindern. Wie soll das denn funktionieren?

Die theminimalists haben eine tolle Linksammlung zusammengestellt, die helfen kann, seine Liebsten mit an Board des Minimalismus zu bekommen. Darunter sind mehrere Artikel von Leo Babauta von zenhabits und Joshua Becker von becomingminimalist.

Was ist, wenn ich einen Mann oder eine Frau habe, die nicht von der Idee des Minimalismus angetan ist. Kann ich meinen Kindern einfach ihr Spielzeug wegnehmen? Werden die älteren Kinder kooperieren? Ein paar Antworten möchte ich euch in einer Zusammenfassung aus den obigen zwei Beiträgen vorstellen:

  • Erläutere deine Entscheidung zum Minimalismus. Erkläre deiner Familie, was du vom Minimalismus erwartest. Konzentriere dich dabei auf die positiven Aspekte, wie mehr Zeit und Geld für wichtige Dinge.
  • Beginne damit, deine eigenen Besitztümer zu reduzieren. Sei ein gutes Beispiel. Danach entferne von ihnen ungenutzte Dinge zuerst. Außerdem macht gemeinsames Entrümpeln als Familienaktion Spaß.
  • Überdenke deine Käufe in Zukunft sehr gründlich. Bevorzuge Qualitätsspielzeug anstatt purer Quantität. Belohne deine Familie mit Erlebnissen anstatt mit Materiellem. Regle Geschenke mit Verwandten und Freunden.
  • Vereinfache deinen Alltag. Plane nicht zu viel. Trage weniger mit dir herum. Erfreue dich an einfachen Dingen.
  • Sei geduldig. Zwinge sie nicht, sich den Minimalismus zuzuwenden. Nehme eine entspannte Haltung ein. Atme tief durch, wenn nicht alles so klappt, wie du dir das vorstellst.

Einer meiner Lieblingsblogs ist theminimalistmom. Rachel befasst sich insbesondere mit Minimalismus im Familienleben. Ich habe auch ihre alten Beiträge gelesen und es war interessant, die Entwicklung im Laufe des Blogschreibens zu verfolgen. Sie fing an, ihr Leben trotz Mann und Kind oder gerade deswegen zu entrümpeln. Zunächst physisch, einherkamen die finanziellen Einsparungen. Sie macht sich sehr viele Gedanken, was Kinder eigentlich brauchen. Auch auf ein Auto haben sie für eine Zeit verzichtet – trotz zwei Kindern. An ihr nehme ich mir besonders ein Beispiel. Ich werde in diesem Blog auch unseren Werdegang zum einfacheren Leben schildern. In einem Jahr vielleicht wird sich dann eine Entwicklung abzeichnen. Ich frage mich insbesondere, ob ich meinen Kindern etwas nehme, wenn ich ihr Spielzeug reduziere oder sie nicht an vielen kostenintensiven Aktivitäten teilhaben lasse. Dies möchte ich im Laufe der nächsten Zeit für mich klären.

Denkt ihr, es ist möglich mit Kindern ein minimalistisches Leben zu führen ohne dass sie darunter leiden? Lebt ihr vielleicht schon ein einfaches Leben und genießt es?

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3 Gedanken zu “Minimalistisches Leben als Familie?

  1. Hallo Janina, vor einigen Wochen bin ich auf Raphael Fellmer und seinem Bestreben nach einem Leben ohne Geld gestoßen. Er hat ein Buch darüber geschrieben und das kostenloses Ebook kannst Du über seine Webseite laden. Raphael hat eine recht angenehme Schreibe, die sich schön flüssig liest. Inhaltlich kann ich Raphaels Bestrebungen gut nachvollziehen, aber letztlich tickt unser kapitalistisches System natürlich anders, wie man schon in den alten Klassikern nachlesen kann. Hier ein Hyperlink zu seiner Webseite: http://www.raphaelfellmer.de/ und natürlich nicht zu vergessen ein Hyperlink zu einem interessanten Webprojekt: http://foodsharing.de/ bei dem er mitwirkt. Das kommt Euch bestimmt entgegen. Grüße aus der Nachbarschaft Jens

    1. Hallo Jens,
      wenn ich mich recht erinnere habe ich von Raphael Fellmer auch über einen Post von dir in den sozialen Medien erfahren. Ich habe mich mit ihm schon befasst. Weiter Videos angeschaut sowie auch sein PDF bereits halb durchgelesen. Auch beim Foodsharing bin ich bereits angemeldet. Irgendwann werde ich diese Art zu leben und zu teilen hier im Blog auch vorstellen.
      Danke nochmal für die tollen Anstöße!
      Grüße zurück

  2. Uiii, stimmt bei Facebook hatte ich das schon empfohlen. Schön, dass Du Dir das bereits zu Gemüte ziehen konntest. Egal, ob nun bei diesem „Mimimalismushype“, beim Leben ohne Geld (oder nur mit sehr wenig Geld), wenn man das „Selbstversorgungsding“ (siehe http://experimentselbstversorgung.net/) oder auf vegetarischen bzw. veganen (Bio-) Pfaden leben möchte, sollte man wohl schon etwas aufpassen, dabei nicht den gesunden Menschenverstand auszublenden. Gerade Kinder haben durchaus mal Lust und Laune auf Dinge, die einem als großer Mensch eigentlich nicht in den Kram passen. Und dabei ist es den kleinen Geistern auch recht wurscht, was Du darüber denkst … Ich bin schon gespannt auf Deine verschriftlichten Erfahrungen zu Foodsharing.de.

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