MinimalismusFamilie – Unsere Situation

Noch wisst ihr ja nicht, wer hinter MinimalismusFamilie steckt.  Fotos möchte ich erst einmal vermeiden, denn ich möchte meine Familie, insbesondere meine Kinder nicht allzu sehr in der digitalen Welt verewigen. Aber trotzdem möchte ich euch im heutigen Beitrag ein bisschen mehr von uns erzählen.

Wir sind eine vierköpfige Familie mit einem Baby und einem Kleinkind. Ich bin gegenwärtig in Elternzeit. Mein Mann ist Brasilianer und noch in der Integrationsphase auf dem Arbeitsmarkt. Das bedeutet, dass wir leider zurzeit auf Kosten des Staates leben. Ein schlechtes Gefühl, aber wir mussten uns damit abfinden. Wir leben auf 50  m2 in einer Zwei-Raum-Wohnung, besitzen kein Auto und sparen, wo es geht. Dies ist aber nur eine geringe Einbuße dafür, dass wir unterstützt werden.

Unsere finanzielle Situation sieht also nicht gerade rosig aus. Deshalb identifizieren wir uns nicht so sehr mit den Bloggern insbesondere der amerikanischen Webseiten, die meist im Überkonsum gelebt hatten. Wir führen schon ein relativ konsumbewusstes Leben, weil wir es einfach müssen.

Jedoch finde ich interessant, dass viele als Blogger vertretene Minimalisten, ihren eigentlichen Job aufgegeben haben. Einige schreiben als Globetrotter auf ihren Blogs. Die Mehrzahl veröffentlicht eBooks oder Taschenbücher und erhält ein neues Einkommen. Wenige von den bekannten amerikanischen Minimalisten behält ihren Vollzeitjob. Die Mehrheit davon propagiert, dass es nur durch den Minimalismus und die einhergehenden geringeren Ausgaben möglich geworden ist, den alten Job an den Nagel zu hängen.

Dieser Umstand wäre in abgewandelter Form auch für unsere Familie von Vorteil. Auch wenn ich mir nach der Elternzeit eine Arbeit suchen möchte und mein Mann voraussichtlich auch etwas auf dem Arbeitsmarkt findet, wollen wir nicht weiterhin dem finanziellen Druck ausgesetzt bleiben. Wir wollen wenig ausgeben, um insbesondere die Reisen zur brasilianischen Familie finanzieren zu können. Was ich mir auch vom Minimalismus wünsche, ist, dass ich nicht unbedingt einen Vollzeitjob ausüben muss, um unsere Familie über die Runden zu bringen. Solange die Kinder noch klein sind, könnte ich mir eventuell mit einer 35-Stunden-Woche mehr Zeit für sie schaffen. Dies wird sich aber erst in einem halben Jahr zeigen, wenn mein Sohn knapp über ein Jahr alt ist und wie seine Schwester in eine Betreuungseinrichtung geht.

Somit habe ich jetzt sechs Monate Zeit, unser Leben zu entrümpeln, bevor mein Terminkalender etwas voller wird. Das dürfte für die Grundsteinlegung reichen. Was jedoch nicht bedeutet, dass wir dann schon am Ziel angekommen sein werden. Aber es ist eine grobe Orientierung. Also, auf geht’s.

Wie sieht eure Situation aus? Seid ihr Single, in einer Partnerschaft oder habt ihr eine Familie gegründet? Wie seht ihr euer zukunftiges Leben mit Minimalismus?

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2 Gedanken zu “MinimalismusFamilie – Unsere Situation

  1. Die Situation?! Single ohne Kinder.

    Von einem minimalistischen Lebensstil verspreche ich mir mehr Zeit für mich. Weniger Dinge die herumliegen, also nichts was mich belastet und damit mehr Ordnung.

    Dadurch brauche ich weniger Zeit für den Haushalt und das sinnlose Ansammeln von Dingen. So habe mehr Zeit für andere Dinge und vor Allem für mich 😉

    Gruß Ralph

  2. Keine Kinder. Und man mag es glauben oder nicht: In Teilen auch deswegen Minimalist in spe, da auf Grund eines Vollzeitjobs:

    a) Manchmal kaum Zeit dafür bleibt, überhaupt Geld auszugeben
    b) Man manchmal, wenn man die Zeit dann hat, einfach zu müde und frustriert ist, um Geld auszugeben (wobei es bei anderen das komplette Gegenteil bewirkt, Strichwort „Frustkauf“)

    Die Zukunft wird diesen Trend sicherlich aber auch unabhängig der äußeren Umstände verstärken. Teilweise empfinde ich den ganzen Konsum, etwa in Shoppingcentern, als belastend und regelrecht abstoßend.

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