Minimalistischer Kleiderschrank

Statistiken besagen, dass wir nur 20 % unseres Kleiderschrankes in 80 % unserer Zeit nutzen. Deshalb ist weniger erstaunlich, warum sich insbesondere Frauen ständig vor einem vollen Kleiderschrank stehend darüber beklagen, dass sie nichts anzuziehen hätten. 80 % ihrer Garderobe bleibt nämlich ungenutzt oder kommt nur selten zum Einsatz. Es wird Zeit, dem ein Ende zu bereiten.

Warum weniger Kleidung besitzen?

  • Man gibt weniger von seinem Einkommen dafür aus und hat mehr für andere Dinge.
  • Anstatt Zeit beim Shoppen (in den Läden oder online) zu verbringen, Zeit für wichtigere Dinge wie Familie, Freunde oder Projekte nutzen.
  • Mit weniger Kleidungsstücken bleibt der Kleiderschrank übersichtlicher und man weiß, was dort eigentlich drin liegt.
  • Man kann morgens schneller entscheiden, was man anzieht.
  • Und das Kofferpacken wird einfacher.

Wie?

  • Erster Schritt: Sich eingestehen, dass man zu viele Kleidungsstücke besitzt.
  • Weniger Farben: Welche magst du, was steht dir?
  • Entscheide dich, wo es nur geht, für nur EINES von einer Sorte.
  • Verkaufe, spende oder entsorge die Kleidungsstücke, die du nicht trägst und nicht brauchst.

Und dann?

  • Shoppe nicht als Hobby.
  • Setze dir ein monatliches, finanzielles Limit.
  • Wende die Eins-rein-eins-raus-Regel an.
  • Setze lieber Qualität als Quantität.
  • weniger Platz zur Verfügung stellen
  • Bevorzuge kombinierbare Kleidungsstücke.

Die Tipps habe ich mir von becomingminimalist und von hier zusammengestellt.

Und wie sieht es bei mir aus?

Vor sechs Monaten, als ich vom Minimalismus erfasst wurde, habe ich bereits meine Garderobe um die Hälfte reduziert. Schwangerschaftsmode aussortiert. Kleidung, in die ich nach den zwei Kindern nie und nimmer mehr reinpassen werde, konnte auch nicht bleiben. Stücke, die ich in den letzten zwei Jahren vielleicht ein-/zweimal oder sogar gar nicht anhatte, wurden erst recht ausrangiert. Einige doppelt oder dreifach vorhandene Kleidung kamen auch auf den Raus-Stapel. Einige von meinen Sachen von vor den Schwangerschaften sind geblieben, da ich zwischen den Kindern reingepasst habe. Am Ende habe ich zwei Tüten in die Altkleidersammlung getan. Eine große Tüte in den SecondHand-Shop gebracht und zwei große Oxfam gespendet. Einige kaputte Stücke und Unterwäsche habe ich dann letztendlich entsorgt. Trotzdem finde ich, dass ich noch zu viel in meinem Kleiderschrank habe.

Jetzt die große Bestandsaufnahme. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen zu zählen.

Kleidung
Hosen lang: 8
Shorts: 4
Röcke: 5
Kleider: 6
Oberteile kurz: 10
Oberteile lang: 9
Blusen: 2
Pullover/Strickjacken: 6
Sportbekleidung: 4
Haus-/Schlafwäsche: 16
Badebekleidung: 2
Schal/Mützen/Handschuhe: 15
Jacken/Mäntel: 5
Sonstiges: 11

Schuhe
Stiefel: 5 Paar
Sportschuhe: 1 Paar
Turnschuhe: 1 Paar
Ballerinas: 2 Paar
Absatzschuhe: 4 Paar
HighHeels: 1 Paar
Sandalen: 3 Paar
Flip-Flops: 5 Paar
Hausschuhe: 1 Paar

Accessoires habe ich noch nicht gezählt. Jedoch habe ich nicht besonders viel davon. Ausgenommen Unterwäsche und Socken sowie Strumpfhosen, besitze ich 103 Kleidungsstücke. Viel, oder? Bei Schuhen sind es 23 Paar. Da gibt es viele Frauen mit mehr. Aber ich habe wirklich 5 Flip-Flops. Das kommt davon, wenn man oft aus Brasilien welche mitbringt oder geschenkt bekommt.

Abschließend muss ich sagen, dass mir beim Durchzählen aufgefallen ist, dass es doch noch einiges gibt, was ich nicht anziehe. Also Zeit für ein bisschen Action. Morgen stelle ich euch ein Experiment aus einem englischen Blog vor. Seid gespannt.

Wie sieht euer Kleiderschrank aus? Habt ihr einen Überblick über das, was ihr habt? Gefällt euch eure Garderobe sehr oder seid ihr unzufrieden? Mögt ihr es minimalistisch oder habt ihr lieber mehr im Schrank?

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