Anfänge des Minimalismus-Kults

Nach einigen Artikeln, die im Internet kursieren fing der Minimalismus-Trend mit dem US-Amerikaner Kelly Sutton an. Nach zwei Auslandssemster kam der Programmierer zurück nach L.A. und konnte sich nicht daran erinnern, was in den Kisten war, die er bei Freunden untergestellt hatte. Somit beschloss er im September 2009 sein Hab und Gut auf zwei Koffer und zwei Kisten zu reduzieren. Sein Ziel bis Dezember 2009 fertig zu werden, hat er erreicht. Dem Ganzen gab er einen Namen: Cult of Less. Auf der gleichnamigen Website erfasste er das Loslassen seines Besitzes. Er erstellte eine Liste von Dingen, die er verkaufen oder weggeben und die er behalten wollte. Sogar sein Auto verkaufte er, weil er es nach dem Umzug nach New York nicht mehr gebrauchen konnte.

Joshua und Ryan von theminimalists.com nennen den Globetrotter Colin Wright als ihre Inspiration. Schon im April 2009 fing er mit seinem Projekt Exil an. Er wollte alle vier Monate in ein ihm unbekanntes Land reisen und darüber in exilelifestyle.com berichten. Deshalb entschied er sich für einen minimalistischen Lebensstil. Als Backpacker hatte er nur einen begrenzten Platz für sein Eigentum.

Leo Babauta dagegen fing durch seine Website Zenhabits bereits 2007 an, Tipps für ein einfaches Leben zu geben. In seinem Simple Living Manifesto erwähnt er auch einige Grundsätze des Minimalismus:

Entrümple bevor du organisierst. Eliminiere überflüssige Gegenstände. Habe für jeden Gegenstand einen Platz. Vereinfache  deinen Kleidungsstil. Beschränke dich beim Einkauf.

Das sind nur einige Beispiele, die sich auf das Entrümpeln des Lebensraumes beziehen.

Diesen Pionieren schließen sich aberviele Neo-Minimalisten an. Einige radikal, andere weniger extrem. Insbesondere Blogs im englischsprachigen Raum gibt es in Unmengen. Im Verlauf meiner Minimalismusreise werde ich einige davon sowie deutsche Blogs vorstellen. Im speziellen habe ich im Internet nach Minimalismusfamilien recherchiert, denn es ist schon ein Unterschied, ob ein Single seine Wohnung entrümpelt oder eine ganze Familie ihr Leben vereinfacht. Seid also gespannt.
Wie seid ihr auf den Lebensstil Minimalismus aufmerksam geworden?

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2 Gedanken zu “Anfänge des Minimalismus-Kults

  1. Ich bin über mehrere Themen dazu gekommen.

    Seit dem ich denken kann habe ich einen Faible für kleine Wohnungen und ortsveränderliche Häuser.

    Das Interesse lag irgendwann bei Wohnmobilen. Ein fahrbares Zuhause und leben auf kleinstem Raum. Das ging dann irgendwann zu Container – Häusern und Tiny Homes über.

    Um in so einer kleinen Behausung wohnen zu können braucht man einen kleinen Hausstand. So gab dann eins das andere und letztendlich bin ich beim Minimalismus gelandet!

    Gruß Ralph

    1. Die Idee, auf kleinem Raum leben zu können fasziniert mich auch. Wobei ich meist nur Einzelgänger in solch Dokumentarfilmen gesehen habe und selten Familien. Für diesen Blog will ich mich irgendwann auf die Suche nach familienfreundlichen Ideen für Kleinstraumwohnen machen.

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