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Neue Beiträge auf Vida Simples

Seit dem letzten Beitrag über meinen neuen Blog, habe ich dort zwei neue Artikel geschrieben.

Falls du ihn noch den kennst, dann schau dort vorbei, denn hier wird es nicht mehr lang weiter gehen. Wer mir hier auf WordPress.com folgt, der kann sich gern beim Newsletter von Vida Simples anmelden und bleibt auf dem Laufenden.

Meine zwei neuen Artikel drehen sich natürlich um die Einfachheit.

Der erste passt perfekt zu diesem Blog. Es dreht sich um Minimalismus und warum diese Bewegung ein großer Schritt zur Einfachheit bedeutet. <Mehr lesen>

Zurzeit lese ich viel Literatur zum Thema Simplicity – Einfachheit. Im heutigen Beitrag hab ich mich mit den Auswirkungen von einem einfachen Leben auseinander gesetzt. <Zum Beitrag>

Komm, begleite mich auf meiner neuen Seite!

VidaSimples-Neuer Blog

Neuer Blog

Ich habe jetzt schon so lange nichts mehr von mir hören lassen. Der Alltag hatte mich im Griff und viele Offline-Projekte. Nun melde ich mich zurück. Aber in einer anderen Form.

Da wir für zwei Jahre nach Brasilien ziehen, hat für mich das Bloggen wieder einen besonderen Reiz bekommen. Minimalismus ist nun wieder hoch im Kurs. Aber auch andere Themen zur Einfachheit.

Deshalb komm doch mit auf meine Reise und verfolge mich auf:

www.vidasimples.de

Ich würde mich freuen, wenn du mir auf meiner neuen Seite Gesellschaft leistest.

Geben-und-Nehmen-Markt

Am Samstag war Geben-und-Nehmen-Markt in unserer Stadt. Lustigerweise organisiert von der Abfallberatung der Stadtverwaltung.

Es ist eine tolle Initiative. Jeder kann Dinge, die er nicht mehr braucht hinbringen und sich nehmen, was er gern möchte. Alles kostenlos. Die Stände stehen einem zur freien Verfügung und alles, was hingebracht wird, darf einfach mitgenommen werden. Ich bin von dem Konzept einfach begeistert. Man wird einiges los, was noch zu gebrauchen ist und es bekommt eine andere Chance, jemandem zu dienen. Gut ist das insbesondere für Dinge, die man nicht mehr verkauft bekommt.

Wir selbst haben zwei Tüten Kinderspielzeug hingebracht. Eine Kiste Küchenutensilien und Vasen, sowie ein Sterilisiergerät für Babyflaschen, was ich kaum noch nutze. Außerdem habe ich einen Beutel gefüllt mit Sachen, die meine Oma nicht mehr wollte, gleich mit hingebracht. Und es ging weg wie nichts. Kaum hatte ich was hingelegt, kam schon einer und nahm es sich. Eine Dynamik war dort. Leider hab ich keine Fotos geschossen. Ich bin jedenfalls froh, dass der ganze Kram raus ist.

Mitgenommen habe ich nur einen metallenen Geschirrabtropfer und ein paar Kinderkleidung. Aber viel weniger als ich hingebracht habe. Ungefähr 10:1 das Verhältnis von raus zu rein.

Ich freue mich schon auf den nächsten Geben-und-Nehmen-Markt. Bis dahin bringe ich meine ausrangierten Sachen in den Umverteiler oder auch Umsonstladen genannt. Ähnliches Konzept, aber permanent zu erreichen.

Habt ihr selbst mit so einem Markt oder einem Laden Erfahrung gemacht? Würdet ihr eure Sachen gern so an andere verschenken? Wie entledigt ihr euch den nicht mehr benötigten Dingen?

Project 333 – Fazit 1. Monat

Ist schon ein Monat rum? Das ging aber schnell. Ich muss sagen, dass ich sehr gut mit meinen ausgesuchten 33 Kleidungsstücken zurechtkomme. Eine kleine Verbesserung musste ich jedoch noch vornehmen. Ich hatte nämlich ganz vergessen, dass ich auch noch einen Gürtel zu meinen Hosen brauche. Den hatte ich nicht mit einbezogen. Dafür habe ich noch Anfang April für mich gedanklich eine Shorts rausgenommen, die mir im Moment sowieso noch nicht ganz passt. Hier also die veränderte Project 333-Übersicht.

Project 333 Monat April

So, nun etwas genauer zu den Sachen. Die Shorts und Oberteile trage ich alle immer im Wechsel. Auch die langen Hosen hatte ich an. Rock und Kleid wurden auch schon getragen. Mütze, Schal und Stiefel sind nun schon weniger im Gebrauch. Dafür kamen diese Woche das erste Mal die Sandalen zum Gebrauch. Jacke und Rucksack sind sowieso immer dabei. Jetzt wird die Regenjacke ab und zu durch nur Strickjacke ersetzt.

Was habe ich noch nicht benutzt? Ohrringe und Kette sowie meine Handtasche. Aber es kommen demnächst ja auch wieder Zeiten, wo ich ohne Kinder unterwegs bin. Sonnenbrille trotz Sonne kam auch noch nicht zum Einsatz, aber der Sommer naht ja.

Zu meiner Liste von Neukauf bzw. Neugenähtem kam noch gar nichts dazu. Auch meine ausgefransten Turnschuhe, die ich zur Sicherheit behalten hatte, mussten bisher immer zu Hause bleiben. Wenn ich doch ohne diese Dinge auskomme, umso besser. Wenn nicht, dann nicht.

Was kann ich Allgemein zum Project 333 sagen? Mir hilft es, dass die Kleidung zu Hause nicht mitzählt. Ich ziehe mich meistens um, wenn ich nach Hause komme. Eine bequeme Jogginghose zum rumkrabbeln auf dem Boden mit den Kindern und manchmal auch ein anderes Shirt, was dann ruhig mit Essen vollgeschmiert werden kann. So bleiben meine 33 Kleidungsstücke auch einigermaßen sauber und ich muss sie nicht immer gleich nach dem ersten Tragen waschen.

Es ist auch einfacher sich die Sachen morgens rauszusuchen. Ich bin mir meiner Kleidung auch noch nicht überdrüssig geworden. Es sind sowieso meine Lieblingsteile. Passt alles und ich mag die Farben. Alles andere, was hinten im Schrank liegt (ja, ich hab es aus Platzmangel nicht weggepackt), sehe ich jetzt mit einem sehr kritischen Auge. Davon kommt in jedem Fall noch etwas weg.

Also, auf in einen nächsten Monat Project 333.

Habt ihr das Project 333 auch durchgeführt? Wie ist es bei euch gelaufen? Oder interessiert ihr euch auch dafür? Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.

Spielzeugberg

Es kommt immer und meistens anders als man denkt. Mein Kleiner hat eine Bronchitis und braucht wesentlich mehr Betreuung über den Tag. Wie voraussagend einige von euren Kommentaren zum letzten Post doch waren. Die große Küchenentrümpelung wird erst noch einmal verschoben.

Trotzdem hatte ich gestern, vor dem Einzug der Krankheit, einen Rappel. Mich hat das viele Spielzeug im Wohnzimmer gestört. Und kurzerhand habe ich alles, was wir so haben (auch das, was schon in einem Koffer verstaut im Keller stand) auf unserem Sofa zusammengetragen.

Und hier das erschreckende Ergebnis:

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Und dabei ist unserer ältestes Kind erst zwei Jahre alt. Wo soll das nur hinführen???

Mit dabei sind übrigens nicht: Badespielzeug (hält sich in Grenzen), Buddelzeug (geht immer mal wieder was verloren) und zwei Bücher sowie Kinderwagenbänder und jeweils ein Kuscheltier für die Kinder (sind noch im Fahrradanhänger).

Ich musste nun irgendwo anfangen. Ich habe erstmal eine kleine Box für unseren Kleinen gefüllt. Dann die Autos in eine andere kleine Box. Wir haben zum Glück noch nicht viele davon. Puzzlespiele verschiedener Art auch in eine offene Box. Und auch die Bälle in mehreren Varianten kamen in eine ähnliche. Das alles wurde dann unter den ehemaligen Couchtisch gestellt. Nun hoffe ich, dass meine Große langsam versteht, was wo ist und wo auch wieder hingehört.

Hier mal das vor und das nachher:

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Dann habe ich die eine Box, die vorher auch mit bei den Spielsachen stand, mit Dingen gefüllt, die meine Kinder ab und zu haben sollen. Fingermalfarbe, Stempel, Pinsel und Wassermalfarbe. Aber eben nur manchmal und das unter Aufsicht. Deshalb steht diese jetzt weiter oben.

Zwei große Boxen wurden einmal mit Kuscheltieren und Puppen locker gefüllt und eine andere mit dem restlichen Kram, den ich für gutes Spielzeug halte. Insbesondere selbstgebastelte (genähte) Spielzeuge sollen natürlich bleiben.

Und es gibt einige größere Dinge, die immer irgendwo rumstehen, jedoch aber wirklich täglich bespielt werden:

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Damit finde ich mich jetzt einfach mal ab und lasse den Kindern die Spielzeuge auch mitten im Raum.

Die Kinder haben in unserem Bücherschrank bisher eineinhalb Fächer. Das bleibt auch so. Ein Fach mit Pappbüchern, wo sie selbst rankommen und vereinzelte Bücher mit Papierseiten weiter oben, damit sie sie nur mit uns anschauen können (bisher noch extreme Reißgefahr). Aber, was zu viel war an Büchern wurde in einem Koffer verstaut mitsamt einiger auch geliebter Kuscheltiere und Spielzeuge, das erst wieder in der neuen Wohnung ans Tageslicht kommt, wo wir dann mehr Raum zur Verfügung haben. (Anmerkung: Noch haben wir gar nichts in Aussicht.)

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Am Ende sieht die Spielecke besser aus.

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Der Unterschied sieht gar nicht so groß aus, aber es ist eine Box weniger und nur Spielzeug in den Kisten, womit auch regelmäßig gespielt wird. Das macht es für mich auch erträglicher.

Nicht wundern, dass die Ecke hinterm Fernseher noch nicht besser geworden ist. Dort verstecken sich einige Kissen, die dann in der Wohnzimmerentrümplungsaktion (was für ein Wort) um ihr Dasein kämpfen müssen. Und außerdem habe ich dort die Dinge hingelegt, die wieder ihren Weg zu den Omas finden (woher sie auch kamen).

Am Ende habe ich zwei große Tüten zum Weggeben (Verschenken/Verkaufen) und kleinere, oft kaputte Dinge zum Wegwerfen.

Zum Weggeben werden hoffentlich bald noch einige Dinge mehr dazukommen. Am 10. Mai ist hier Geben-und-Nehmen-Markt. Da möchte ich einiges hinbringen und auch mal stöbern. Aber, es darf nicht mehr ins Haus kommen, als hinausging!

Habt ihr schon mal bei euren Kindern ausgemistet? Wie war das hinterher für sie und für euch? Wie regelmäßig sollte man das machen?

Entrümpeln – der Plan

Jetzt muss ich sagen: Zum Glück wohnen wir immer noch in der Zwei-Raum-Wohnung. So gestaltet sich die Einteilung des Entrümpels einfacher. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Flur, Balkon und Keller müssen ausgemistet werden. Ich möchte jeden Tag nur eine Stunde aufbringen, weil der Alltag mich einspannt. Nun aber zum Plan.

Anfangen werde ich mit der Küche. Dort stört mich besonders die wenig zur Verfügung stehende Arbeitsfläche. Auch habe ich keinen Überblick mehr über Lebensmittel, Kochutensilien und auch Putzzubehör. Eine Woche dürfte jedoch dafür ausreichen.

Danach möchte ich mich mit dem Wohnzimmer befassen. Da wir noch kein Kinderzimmer zur Verfügung haben, herrscht hier fast durchgängig ein kleines Chaos aus Spielzeug, Büchern und Mal- und Bastelmaterialien für die Kleinen. Hier möchte ich auch aussortieren. Außerdem steht hier auch unserer Esstisch und der Schreibtisch. Letzter braucht dringend Ordnung. Einen Extra-Tag reserviere ich für das Sortieren von Papierkram. Für das Wohnzimmer plane ich ca. zwei Wochen ein.

Das Schlafzimmer ist der Chaos-reichste Raum. Warum? Da geht normalerweise niemand außer uns rein. Neben unseren Kleiderschränken sind auch noch Bereiche für die Kinderkleidung unterzubringen. Mein Nähzubehör und Stoffe gibt es auch zuhauf. Hier finden sich auch die Handtücher und ein Teil der Bettwäsche. Kosmetik und alles was sonst keinen Platz hat kommt hierein. Und wegen dem zurzeit noch häufigen Wechsel der Kleidergröße des Kleinen stehen hier permanent irgendwelche Kisten. Ich gebe mir auch hier zwei Wochen, um Kinderkleidung zu reduzieren, denn ich benutze dann doch immer nur die selben Sachen. Handtücher, Bettwäsche und Kleidung der Erwachsenen möchte ich auch reduzieren. Einzelheiten dann zum passenden Post.

Unser Flur ist sehr klein. Trotzdem ist er immer zwischenlager für alle möglichen Dinge. Ein bis zwei Tage dürften für ein zufriedenstellendes Resultat ausreichen.

Das Bad, klein aber fein, quillt auch über. Neben weiterer Kleidung der Kinder gibt es hier natürlich alles für die Hygiene der Kinder und der Erwachsenen. Aber, wir benutzen von den Hygieneartikeln vielleicht 25 % regelmäßig und die anderen wenig oder sogar gar nicht. Da muss ich wirklich ran. Auch die Medikamentenbox muss wieder aussortiert werden. Zwei Tage dürften aber reichen.

Der Balkon, die reinste Rümpelkammer. Unser Keller direkt hinter der Glastür. Über den Winter waren wir manchmal zu faul, die Dinge in den Keller zu bringen oder wegzuwerfen. Ich denke, ich brauche mindestens einen Tag für das Aufräumen und dann noch einen Tag für die Organisation und Reinigen von Tisch und Stühlen sowie eventuell Blumen. Dann können wir uns endlich wieder draußen aufhalten.

Der Keller ist ein Riesenprojekt. Alles, was hier zu viel ist, kommt dort rein. Und auch nicht geordnet. Viele Kisten von meinem Umzug in diese Wohnung und noch mehr mit Kinderkleidung sind dort zu finden. Derzeit passen keine Fahrräder oder der Kinderwagen rein. Das Ziel soll es werden, dass diese wieder einen Platz finden. Puh, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird, kann ich gar nicht so richtig abschätzen. Hier sicherlich doch zwei Wochen oder mehr. Je nachdem wie viel von den anderen Aufräumaktionen noch hinzukommt.

Hier geht es zur gegebenen Zeit zu den Folgebeiträgen:

  • Küche
  • Wohnzimmer
  • Schlafzimmer
  • Flur
  • Bad
  • Balkon
  • Keller

 

Wie lange hält danach wohl die Ordnung vor? Kann eure Wohnung oder euer Haus auch eine Generalüberholung gebrauchen? Oder habt ihr bereits groß ausgemistet?

 

 

 

Entrümpeln – das Vorhaben

Ich muss dringend noch eine Box für Dekomatierial kaufen. Und noch ein Regal für meine Büchersammlung. Ach und die Kinder brauchen noch mehr Stauraum. Und mein Kleiderschrank quillt über, ich brauche noch eine Kommode. Halt!!! Brauche ich denn so viele Ordnungshüter? Ja, ich hab ja so viel Zeugs. Noch einmal darüber nachdenken. Hab ich denn vielleicht zu viel und sollte anstatt zusätzlichen Stauraum zu schaffen, nicht lieber wieder einige Dinge loslassen und so Platz schaffen?

Das große Entrümpeln geht los. Und wie soll das bei uns von statten gehen? Alles, was nicht genutzt oder innerhalb eines Jahres gebraucht wird, kommt weg. Wichtig ist mir vor allem, dass ich erst mit dem Organisieren anfange, wenn ich mich allem überflüssigen Kram entledigt habe. Dann kann ich sehen, ob ich Ordnungshüter oder sogar Möbel zu viel habe. Dinge, die wir behalten jedoch aber nur selten genutzt werden, werden in Schränken verstaut. Täglich oder wöchentlich genutzte dürfen auch durchaus einen Platz auf Arbeitsflächen einnehmen. Wichtig ist mir, das alles SEINEN Platz bekommt. Ich habe langsam genug, einige Sachen immer wieder von einer in die andere Ecke zu legen.

Vor kurzem habe ich euch die 21-Tage-Reise von theminimalists vorgestellt. In unserem Fall – Familie mit zwei Kleinkindern – wäre das Einpacken sämtlicher Gegenstände und das Abdecken der Möbel einfach unmöglich. Deshalb soll zumindest die Art und Weise des Entrümpelns an unsere Familie angepasst werden. Auf der Suche nach einem fertigen Konzept, bin ich auf Stephanie von Keeperofthehome gestoßen. Sie hat einen Leitfaden „In 8 Wochen zu einem Gerümpelfreien Zuhause“ geschrieben. 40 Tage lang soll jeweils nur eine halbe Stunde im Haushalt fürs Entrümpeln benötigt werden. Nur 30 Minuten? Ja, weil jeder Raum in Module aufgeteilt wurde. Sie stellt ihren Guide sogar kostenlos auf ihrer Website zur Verfügung. Damit es bei jedem in den Alltag passt, sollen nur 5 von 7 Tagen die Woche genutzt werden. Und sie weist ausdrücklich darauf hin, dass es nur ein Leitfaden ist und nach Bedarf Tage getauscht, zusammenlegt oder übersprungen werden können.

Wenn ich mir die Liste so anschaue, muss ich sagen, dass sie wirklich an alles gedacht hat. Im nächsten Beitrag werde ich meinen eigenen Plan aufstellen, denn unsere Wohnung ist zum Glück nicht so groß. Jedoch werde ich auch nicht einen so straffen Plan durchziehen können. Denn ich möchte auch viel Zeit mit meiner Familie verbringen und mit eventuellen Krankenheiten muss bei kleinen Kindern immer gerechnet werden.

Wie entrümpelt ihr euer Heim? Ist es euch überhaupt wichtig? Oder lasst ihr den ganzen Kram erst gar nicht in euer Haus?

Geschenkeflut vermeiden

Ich hoffe, ihr hattet schöne Osterfeiertage. Die Feiertage sind nun vorbei und irgendwie haben wir wieder mehr Spielzeug für die Kinder. Ich selbst und mein Mann haben gar nichts gekauft. Nicht einmal Schokolade, wohlwissend, dass schon genug von meinen Eltern und meinen Großeltern geschenkt wird.

Passend zum Anlass, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie man so eine Geschenkeflut vermeiden bzw. bündeln kann. Ich bin kein Fan von gar keinen Geschenken für die Kinder. Auch ich erfreue mich daran, wenn ich ihre Freude über neue Dinge sehe. Trotzdem muss es nicht immer massig sein. Auch alle möglichen Kleinigkeiten, die sich dann auch zu einem hohen Berg ansammeln, sind mir ein Dorn im Auge. Dieser Beitrag passt sehr gut zur Reihe „Weniger ist mehr im Kinderzimmer“ vom Fräulein im Glück.

Ihr kennt das Problem sicher auch? Nach Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern sowie an den Geburtstagen der Kinder gibt es einen Haufen Geschenke unterzubringen. Oftmals quetscht man es noch in die Kisten oder kauft manchmal sogar noch ein neues Regal. Am Anfang spielen die Kinder häufig mit den neuen Sachen, danach gehen sie in dem ganzen restlichen Spielzeug unter. Wie kann man so etwas vermeiden?

Geschenkeflut regulieren

  • 4-Geschenke-Regel: Want, Need, Wear, Read.Wo genau ich es zum ersten Mal gelesen habe, weiß ich nicht mehr. Aber es ist eine tolle Regel für Eltern.. Das Kind bekommt einen Herzenswunsch (meist Spielzeug) erfüllt, eine Sache, die es dringend braucht (z.B. eine Sporttasche), etwas zum Anziehen und etwas zum Lesen. Das reicht auch völlig.
  • Kindergeburtstag erst ab 3 Jahren. Für Kinder unter 3 Jahren ist es  einfach zu viel, eine große Feier zu veranstalten. Sie sind oft mit den vielen Leuten und der ganzen Aufmerksamkeit überfordert. Familie willkommen, aber man sollte es im kleinen Kreis belassen. Für später ist eine gute Regel, höchstens so viele Kinder einladen, wie alt das eigene Kind wird. Vorteil: Es bekommt dann auch weniger Geschenke.
  • Geschenkeliste für die Gäste. Entweder vom Kind oder zusammen mit den Eltern erstellt. So garantiert man, dass es Geschenke gibt, die das Kind auch mag. Und wenig dabei ist, was dann hinterher nicht bespielt wird.
  • 1 Geschenk pro Gast. Simple Regel, aber so vermeidet man, dass an dem Riesenbagger noch ein Plüschtier hängt. Von Letzterem bekommt man im Laufe der Jahre einfach Unmengen.
  • Verbrauchbare Geschenke. Gerade für Besuche zwischendurch oder auch für kleine Anlässe wie Ostern und Kindertag kann man die Regel einführen, dass nur Geschenke mitgebracht werden dürfen, die verbraucht werden können. Materialien zum Malen wie Bunt- und Wachsstifte, weiße Blöcke und Malbücher, Pinsel und Farbe oder Straßenkreide. Bastelzubehör wie Klebstoff, Buntpapier, Stempel oder Sticker. Etwas zum Modellieren wie Knetmasse, Schnitzholz oder Ton. Oder andere Dinge zum kreativ sein Bänder oder Perlen. Das Kind kann damit Spaß haben und es nimmt im Laufe der Zeit immer weniger Platz weg, da es sich aufbraucht.
  • Erlebnisgeschenke. Kino, Klettern, Erlebnisbad, Töpfern, Reiten, Freizeitpark, Zoobesuch, Indoorspielplatz, Fotografiekurs. Nur einige Beispiele. Kinder freuen sich riesig über solche Geschenke. Klar, man hat nichts Materielles, was man dem Kind am Ehrentag überreichen kann. Aber es wird die Zeit beim Erlebnisgeschenk nicht vergessen. Vorteil in jedem Fall: Es kommt kein neues Zeug ins Haus.
  • Gratisgeschenke ablehnen. Ein Plüschtier beim Kauf eines Paar Schuhes, eine Figur aus dem Ü-Ei oder dem FastFood-Menü. Bei Kindern gern gesehen, jedoch ist die Freude von kurzer Lebensdauer. Ablehnen ist der erste Schritt. Regel für ältere Kinder: Wenn sie das Gratisgeschenk gern mit nach Hause nehmen wollen, müssen sie dann ein Spielzeug oder eine Figur von einem vorherigen Mal abgeben. Die Kinder werden es sich ernsthaft überlegen, ob sie das Gratisgeschenk wirklich wollen.

Wichtig ist, konsequent mit den Gästen zu sein. Insbesondere Omas oder in unserem Fall auch die Uroma geht es zu überzeugen. Aber nach einiger Zeit, wird das von allein laufen bzw. werden sie Rücksprache mit den Eltern treffen.

Vorhandenes Spielzeug in Schach halten

Irgendwann haben die meisten Kinder schon genug Spielzeug. Meine besitzen jetzt schon viel. Und sie wachsen ja auch aus Spielzeug raus. Und statt durch Kauf von neuen Kisten und Schränke sollte man Platz für Neues durch Weggabe von Altem schaffen. (Falls noch Geschwisterkinder geplant oder bereits vorhanden sind, können die Besten auch aufgehoben und verstaut werden).

  • Altergerechtes Spielzeug darf bleiben. Spielzeug, aus dem die Kinder schon rausgewachsen sind, müssen nicht im Kinderzimmer bleiben. Regelmäßiges Aussortieren hilft. Insbesondere bei kleinen Kindern. Dort nimmt man es am besten noch selbst in die Hand. Und wer Angst hat, ein geliebtes Spielzeug einfach wegzunehmen, packt es zunächst nur weg und wartet einen Monat. Wenn das Kind es bis dahin nicht vermisst hat, dann braucht es es nicht wirklich.
  • Eins-Rein-Eins-Raus-Regel. Ab einem bestimmten Alter können die Kinder verstehen, dass für eine neues Spielzeug ein altes gehen muss. Und es werden sich bestimmt einige Sachen finden, für die sie sich nicht mehr interessieren oder die eventuell auch schon kaputt sind.
  • Spielzeug spenden. Mit älteren Kindern kann man vor Weihnachten und Geburtstagen eine Tradition anfangen. Spielzeug aussortieren, um Platz zu für spätere Geschenke zu schaffen. Das was nicht mehr gewünscht wird, kann dann Kinderheimen oder Hilfsorganisationen spenden. So lernen Kinder auch, dass es einigen Kindern viel schlechter geht als ihnen.
  • Eigenes Spielzeug als Geschenk. Gerade wenn man in der Familie oder im Freundeskreis jüngere Kinder hat, dann können die eigenen älteren Kinder ihre nicht mehr altersgerechten Spielsachen verschenken. Sie schenken somit etwas Eigenes. Und meist sind sie sogar stolz, dass damit weiter gespielt wird. Kenn ich aus eigener Erfahrung, denn unsere Kinder erhalten oft von den Kindern meiner Cousine Geschenke. Vorteil für die Eltern der gebenen Kinder: Kein Geld für Geschenk ausgegeben und Spielzeug reduziert. Und irgendwann ist auch das empfangende Kind soweit und kann Spielzeug weggeben.
  • Altes Spielzeug verkaufen. Kinder, die etwas aussortieren, können ihre Sachen auch verkaufen, um sich danach eigene Wünsche zu erfüllen. So kann man Kindern, den Umgang mit Geld beibringen und gleichzeitig die Ausmaße im Kinderzimmer in Schach halten.

Und nicht vergessen: Das größte Geschenk ist die Anwesenheit und Aufmerksamkeit der Eltern oder der Gäste. Gemeinsames Spielen und das Eingehen auf das Kind ist unbezahlbar und macht es glücklich. Dazu passt ganz gut die Nivea-Werbung vom letzten Weihnachten.

P.S.: Ich gehe jetzt nicht auf die Diskussion ein, dass es in dem Clip keinen Papa gibt. Das ist eine andere Geschichte.

Wie haltet ihr die Geschenkeflut in Schach? Habt ihr noch ein paar Tipps?

Weniger ist mehr mit Teenagern

Ich schicke euch heute direkt zum Fräulein im Glück. Zu einem weiteren Teil von „Weniger ist mehr im Kinderzimmer“. Diesmal geht es um den Teenagerkonsum. Dafür gibts ein Interview mit dem Elterncouch Uta von Wer ist eigentlich dran mit Katzenklo.

Dann husch, rüber zum Beitrag.

Wollt ihr selbst ein minimalistisches Leben und habt Kinder im Teenageralter? Würden sie euch auf dem Weg zum Minimalismus begleiten? Oder sind sie vielleicht schon davon angenervt?

 

 

Minimalismus im Kinderzimmer

Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Laut dem Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) gaben deutsche Eltern für ihre Kinder unter drei Jahren 2010 durchschnittlich 159 Euro im Jahr pro Kind  aus – 2004 waren es noch 101 Euro (Quelle) und das nur für Spielzeug. 2013 waren es sogar schon 241 Euro pro Kind (Quelle). Dabei sind die Geburtenraten rückläufig. Somit gibt es immer mehr Spielzeug für immer weniger Kinder.

Brauchen denn Kinder so viel Zeug zum Spielen? Ich denke nicht. Früher sind Kinder auch ohne viel Spielzeug glücklich gewesen oder gerade deswegen. Es wurde viel Kreativität genutz und mit Naturmaterialien gespielt.

Zeug zum Spielen darf nicht mit Spielzeug gleichgesetzt werden. Im Duden wird die Bedeutung von Spielen erst richtig klar: sich zum Vergnügen, Zeitvertreib und allein aus Freude an der Sache selbst auf irgendeine Weise betätigen, mit etwas beschäftigen. Kinder also können mit allen (ihnen ungefährlichen) Dingen spielen oder auch gänzlich ohne Materiellem und auf Rollenspiele ausweichen.

Mit Fräulein im Glück habe ich mich in das Thema vertieft. Wir starten eine Artikelreihe unter dem Titel „Weniger ist mehr im Kinderzimmer“. Themen u.a. werden sein:

  • Weniger Sachen im Kinderzimmer
  • Wie viel Spielzeug braucht ein Kind?
  • Übermäßig Spielzeug vermeiden
  • Geschenkeflut steuern
  • Klassiker der Kinderspielzeuge
  • Möbel und große Objekte im Kinderzimmer
  • Montessori-Ansätze
  • Spielzeugfreie Zeit

Nun geht’s auch gleich zum Fräulein mit dem ersten Beitrag. Euch viel Spaß.

Quillt das Kinderzimmer bei euch zu Hause auch über? Wie haltet ihr die Spielzeugflut in Schach? Was ist euch wichtig, dass es die Kinder besitzen?